Systemische Aufstellungsarbeit

macht sichtbar, was im Verborgenen wirkt

Um dysfunktionales Beziehungsverhalten zu verändern, ist es hilfreich, über das Familiensystem hinauszugehen. Nur dann können wir sie in ihrer Ganzheit und all ihren Zusammenhängen erfassen. 

Aus der Epigenetik wissen wir, dass auch Erlebnisse in der Biographie unserer Eltern Auswirkungen haben auf unsere Bindungs- und Beziehungsfähigkeit. 

Beziehungsprobleme sind nicht selten die Folge transgenerationaler Übertragungen und Wiederholungen. Hierzu gehören transgenerationale Traumata aber auch die Haltung zum anderen Geschlecht oder zur Sexualität. Um sich von solchen »Altlasten« zu befreien, die Sie daran hindern, glückliche, funktionierende Liebesbeziehungen einzugehen, ist es sehr hilfreich auf die Hintergründe Ihrer Beziehungsgestaltung zu schauen. Familienstellen macht sichtbar, was im Verborgenen wirkt.

 

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Vorgehensweise & Wirkung vom

Familienstellen

Mittels Bodenanker (hier Papierblätter mit Fußabdrücken) werden zentrale Personen, Themen, innere Anteile oder auch Symptome im Raum positioniert. Anschließend wird sich nacheinander auf die verschiedenen Positionen gestellt. 

Das besondere Phänomen beim Familienstellen ist, dass dabei Gefühle, Körperempfindungen und innere Zustände wahrnehmbar werden, die den realen Personen oder Anteilen entsprechen. Auf diese Weise werden Informationen zugänglich, die jenseits des rationalen Wissens liegen und dennoch spürbar wirksam sind. Sie geben Aufschluss über unbewusste Verstrickungen, emotionale Belastungen sowie über tiefere Ursachen von Symptomen oder Beziehungsproblemen.

 

Systemaufstellung hilft dabei, »im Dunklen besser sehen« zu können.

 

Unterbrochene Hinbewegungen (Bindungstrauma), übernommene negative Einstellungen, »krankmachende« familiäre Strukturen, nicht verarbeitete Emotionen und seelische Verletzungen können mit Hilfe der Aufstellungsarbeit sichtbar werden. Durch das Erkennen und Würdigen dessen, was war und wirkt, kann die darin gebundene Lebenskraft frei werden. Tiefe innere Entlastung ist die Folge, mehr Klarheit entsteht und neue Handlungs-Spielräume öffnen sich.

 

 



 

»Die Familie ist der Grund, in dem wir wurzeln. Solange wir diese Wurzeln nicht (er-)kennen, werden die Flügel, die uns wachsen, nur schwach sein. Familienaufstellungen sind ein Weg, diese Wurzeln zu entdecken und sie von dem zu befreien, was schadet und schwächt. Dann kann die Kraft von den Wurzeln in die Flügel strömen.«  

~ Berthold Ulsamer ~ 

 



Transgenerationale Weitergabe von Traumata

»Der Schmerz wandert durch die Familienlinien, bis jemand bereit ist, ihn in sich selbst zu heilen.« (Stephanie Ericsson)

Wenn ich mir selbst fremd bin …

Die Erfahrungen der Aufstellungsarbeit zeigen, dass nicht nur persönliche Traumata sondern auch unverarbeiteten Ereignissen, unserer Eltern und Großeltern in unser gegenwärtiges Leben auf tiefgreifende Weise hineinwirken können. Diese spüren wir stellvertretend für unsere Vorfahren und überlappen sich zum Teil mit unseren eigenen Erfahrungen.  

Die über Generationen weitergegebenen Verwundungen können Ängste, Depressionen, Beziehungskonflikte sowie Schwierigkeiten mit dem anderen Geschlecht auslösen (z.B. durch eine erlebte Vergewaltigung in der Generationslinie).

 

Auch ist es möglich, dass wir uns fremdbestimmt fühlen oder unverständliche Empfindungen haben, dessen Ursache wir uns nicht erklären können. Das eigene Verhalten und Gefühlsleben wird von fremden traumatischen Erfahrungen beeinflusst und gelenkt. 


wie systemaufstellung hilft

»im Dunklen zu sehen«


»In der Tiefe ist Aufstellungsarbeit Meditation mit therapeutischen Nebenwirkungen.«

  • Sichtbarmachung des Unbewussten: Unbewusste Gefühle, Beziehungsfelder, Spannungen und Verstrickungen (z. B. Übernahmen aus früheren Generationen). 
  • Verbesserung der Innenwahrnehmung: Die inneren Empfindungen können besser gedeutet und psychische Prozesse erkannt werden, 
  • Perspektivenwechsel: Es kommt zu einem tieferen Verständnis dessen, was wirkt. Ein sanfterer bis hin versöhnender Blick wird möglich. 
  • Frei werden: Durch das Anerkennen belastender Wahrheiten wird der Weg für Heilung und Veränderung frei.
  • Lösung von Blockaden: Alte Denk- und Verhaltensmuster können durch das neue Bild der Aufstellung aufgelöst werden, was oft zu einer sofortigen emotionalen Entlastung führt.
Aufgestellt werden kann fast alles: Partnerschaftskonflikte, schwierige familiäre Situationen, Symptome (wie z.B. sexuelle Aversion, erektile Dysfunktion usw), Ängste, und was sonst noch als belastend erlebt wird.