Mittlerweile ist gut belegt, dass sich die eigenen frühen Bindungserfahrungen auf die Fähigkeit, als Erwachsener stabile Paarbeziehungen eingehen zu können, maßgeblich auswirken.
Die allererste Beziehungserfahrung schreibt sozusagen eine Blaupause, wie wir uns binden und in zukünftige Beziehungen reagieren.
Ziel der therapeutischen Arbeit ist, ungünstige Beziehungs- und Bindungsmuster zu erkennen und zu verändern. Viele sind sich ihrer Ängste gar nicht bewusst, die zu schädigendem Beziehungsverhalten führen. Werden diese identifiziert und anerkannt, können sie transformiert werden, sodass eine tiefere Verbundenheit mit dem/der Liebsten möglich wird.
»Deine Aufgabe ist es nicht, nach Liebe zu suchen, sondern einfach alle Hindernisse aufzuspüren, die Du der Liebe in den Weg gestellt hast.« (Rumi )
Fühlen Sie sich oft …
Haben Sie Schwierigkeiten …
Brauchen Sie …
Die Bindungsforschung zeigt, dass Beziehungswunden aus der Kindheit unmittelbar in die erwachsene Paarbeziehung hineinwirken.
Streit und Beziehungsdramen sind demnach als Folge dieser Wunden zu verstehen.
Wenn Beziehung (noch) kein sicherer Hafen ist, ist es hilfreich zu schauen, ob Bindungsstörungen bestehen, die Vertrauen und das Zulassen von Intimität verhindern. Werden sie ans Licht gebracht, gelingen Kontakt und tiefe Verbindung – mit dem Partner und sich selbst.
Anstatt Probleme zu fokussieren, schauen wir gemeinsam tiefer zu der Wurzel, wo die Ursachen für die Beziehungsprobleme liegen.
»Nähe ist das Tor zu einer Stille, die unseren Verstand zum Schweigen bringt. Sie ist aber auch der Arzt, der das Pflaster von unseren alten Wunden reißt, damit sie heilen können. Sie kann heilen und schmerzen. Und für immer verwandeln. Bewusste Nähe ist der zärtlichste, liebevollste, unberechenbarste und kompromissloseste Begleiter in die Freiheit.« (Veit Lindau)
Das sind die Fragen, denen wir gemeinsam nachgehen. Nirgendwo sonst kommen die tiefsten Schmerzpunkte, Ängste und Schatten so schnell und so unausweichlich an die Oberfläche wie mit dem/der Geliebten.
Es geht darum, die Fähigkeit zu entwickeln, unangenehme Gefühlen zuzulassen und achtsam zu beobachten, ohne von ihnen überwältigt zu werden oder abschalten zu müssen.
Sind Frau und Mann dazu bereit, sich im Spiegel des anderen selbst zu begegnen – auch denjenigen Aspekten, die nicht so gerne angeschaut werden, – dann können beide aneinander und miteinander heilen. Vertrauen und emotionale Sicherheit wachsen, wo neue Beziehungserfahrungen gemacht werden.
Mehr noch: Weil der/die Liebste nicht mehr gebraucht wird, um innere Löcher zu füllen, kann er/sie frei gelassen werden.
»Um die Tiefe der Berührungsfähigkeit zu erreichen, braucht es außer ein wenig Zeit, die Bereitschaft, dem Abenteuer im Innern zu begegnen.«
Als wir uns fanden, waren wir blind.
Wir verletzten uns.
Der Treibsand unserer Missverständnisse zog uns voneinander weg.
Doch eine geheime Kraft, nennen wir sie Liebe,
verführte uns, immer wieder aufeinander zuzugehen.
Wir fürchteten uns, aber wir blieben im Feuer der Nähe stehen.
Wir berührten einander.
Das Dunkle kam ins Licht.
Alte Wunden brachen auf und heilten.
Wir erinnerten uns. – Der Geist wurde still.
Wir erhoben unseren Blick und …
erkannten uns.
(Veit Lindau)
Auf dem Weg in eine tiefe Liebesbeziehung nehmen folgende Schwerpunkte großen Stellenwert ein:
Entwicklung von Achtsamkeit
Bewusstwerdung von Dynamiken, die der Liebe im Weg stehen. Hierbei geht es um die Frage: Welche Ängste in welcher Weise behindern den Kontakt? bzw. Welche Schutzmechanismen blockieren die Fähigkeit, Nähe zuzulassen?
Vertiefung der Selbstbeziehung
Eine intime Paarbeziehung nährt sich aus der Verbundenheit mit sich selbst. Indem jeder Beziehung zu sich selbst aufnimmt, verändert sich die Beziehung zueinander. Ein neues Einander-Sehen wird möglich.
Sich selber treu
Entwicklung eines klaren Gefühls für sich selbst und damit auch für die eigenen Grenzen. Auf diese Weise verwandelt sich die Frage »Was kann ich dir geben, damit es dir gut geht?« in »Was kann ich dir geben, ohne mich selbst zu verleugnen?«. Nur wer »Nein!« sagen kann, kann auch wirklich »Ja!« sagen.
Mut zur Wahrhaftigkeit
Indem beide immer weniger von sich selbst verbergen – vor dem anderen wie auch vor sich selbst– , entsteht eine andere Begegnungsform, d.h: Die Art und Weise, wie beide miteinander reden,
miteinander umgehen, miteinander sind, verändert sich. Der Kontakt wird echter, authentischer, tiefer, erfüllender.
»Liebe heißt, den anderen gedeihen zu lassen,
ohne sich selbst zu verleugnen.«
~ Dirk Revenstorf ~
Eine gelungene Therapie lebt von Ihrem Einsatz als Paar und individuell. Die gemeinsamen Sitzungen sind somit als Impulsgeber zu verstehen. Anregungen und Erfahrungen aus den Sitzungen werden in den Zeiten dazwischen mit Hilfe von Texten und Übungen vertieft. Diese sind ein wichtiger Wirkfaktor für den gemeinsamen Wachstumsprozess. Selbstreflexion ist hierbei ein weiterer wichtiger Aspekt, der Mut erfordert und die Bereitschaft, die eigenen Schwierigkeiten und Widersprüche offenzulegen.
Im Mittelpunkt steht die Wiederherstellung und Sicherung der Bindung zu sich selbst. Denn eine gute Selbstbeziehung bedeutet Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit erfahren und leben. Ein neuer Umgang mit sich und dem/der Liebsten kann gefunden werden, denn: Je näher ein Jeder sich selbst ist, um so tiefer ist auch der Kontakt!
Wertschätzende Achtsamkeit, Präsenz und tiefe Verbundenheit entstehen, weil beide mitfühlend mit sich selbst sind. Das Paar entwickelt sich regelrecht aus den Problemen heraus.
Dich zu treffen, ohne Dich gegen Deinen Willen zu verführen.
Dich zu wollen, ohne Dich zu besitzen.
Dich zu lieben, ohne Dich zu vereinnahmen.
Dir alles zu erzählen, ohne mir untreu zu werden.
Dich zu halten ohne, Dich zu verschlingen.
Dich größer werden zu lassen, ohne Dich zu verlieren.
Dich zu begleiten, ohne Dich zu führen.
Auf diese Weise in Dir ich selbst zu sein.
(Jaques Salomé)
Informationen zum Honorar für eine Paarsitzung finden Sie hier.