Folgende Methodik bestimmt den therapeutischen Prozess:
Meine Arbeitsweise ist grundlegend durch eine systemisch-phänomenologische Grundhaltung
geprägt. Auf dieser Basis werden Methoden anderer Verfahren, insbesondere der Psychodynamik integriert. Mit Hilfe körperpsychotherapeutischer Methoden wie auch symbolisch-metaphorische Verfahren arbeite ich erfahrungs- und erlebensorientiert. Die bioenergetische Sichtweise hat dabei einen großen Einfluss. Die Wahl der Methoden ergibt sich – je nach Schwerpunkt und Anliegen – aus dem Prozess. Entscheidend ist und bleibt der persönliche Kontakt zwischen Ihnen und mir, unsere Begegnung im Hier und Jetzt.
»Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.«
Traumasensible Beziehungsarbeit hilft, wenn Sie tiefer schauen wollen, um Ihre Paardynamik zu ergründen.
Auslöser für Schwierigkeiten und Krisen in Paarbeziehungen sind vielfach erfahrene seelische Verletzungen aus der Kindheit. Gibt es belastende oder gar schädigende Bindungserfahrungen, bleiben Narben und manchmal auch offene Wunden in der Seele zurück, welche das Beziehungsverhalten stark beeinflussen. Sie wirken auf die Paarbeziehung in Form von Streit, Dramen und sexuellen Schwierigkeiten.
Dabei gilt: Je länger ein Paar zusammen ist, desto mehr stößt es auf die zurück gebliebenen Bindungswunden aus der Herkunftsgeschichte. Nicht selten haben beide Partner ähnliche Wahrnehmungen und erstarren in einer wechselseitigen Vorwurfshaltung.
In einer traumsensiblen Paartherapie erfahren Sie, welche Beziehungsmuster aus der Kindheit den Konflikten zugrunde liegen und wie Sie einen liebevollen Umgang mit ihren Wunden pflegen können. Nährender Kontakt gelingt, wenn ans Licht gebracht wird, welche unbewussten Mechanismen wirken.
Beziehungskonflikte können als ein Ringen um die emotionale Erreichbarkeit des Partners verstanden werden mit dem Wunsch, die fehlenden Verbindung herzustellen. Sind beide ohne Bezug zu sich selbst, ist dieses Ringen umsonst und führt nur in die Abwärts-Spirale.
Demnach steht im Mittelpunkt die Stärkung der Bindung zu sich selbst.
Denn je fähiger ich darin werde, wahrzunehmen, wie und wann ich reagiere, wann und wodurch ich mich entlasten kann, und wo ich Stärke und genügend Kraft besitze, um mich bei Bedrohung zur Wehr setzen zu können,
desto sichere fühle ich mich und desto tiefer kann ich mich auf den anderen einlassen.
Stärkung der Eigenbindung ermöglicht Intimität und erfüllte Partnerschaft, weil damit auch die Fähigkeit zur Selbstregulation (Containment) zunimmt. Die Qualität der Liebesbeziehung wächst, je tiefer die Selbstbeziehung beider Partner ist. Schutzmauern dürfen fallen. Die Paarbeziehung wird zunehmend von wertschätzender Achtsamkeit, Präsenz und tiefer Verbundenheit bestimmt.
Die Bindungs- und Beziehungsfähigkeit ist in hohem Maße davon bestimmt, wo wir herkommen. Das heißt:
Kindheitserfahrungen und Botschaften aus der Herkunftsfamilie formen unser Beziehungsverhalten und die Erwartungen an den/die PartnerIn. In der Paarbeziehung kommt ans Licht, was wir im Unterbewusstsein aus der alten Familie mit uns führen. Auch die Haltung gegenüber dem anderen Geschlecht bringen wir aus der Herkunftsfamilie mit. Das Meiste ist uns leider unbewusst, so dass es erst deutlich wird, wenn es zu Auseinandersetzung kommt.
Welche unbewussten Mechanismen wirken? Welche Muster, Koalitionen und Loyalitäten in der Herkunftsfamilie bestimmen unser Verhalten? Aber auch: Welche Erfahrungen und Einstellungen wurden von einer Generation auf die nächste vererbt?
Die transgenerationale Perspektive hilft dabei, familiäre Einflüsse aus früheren Generationen aufzudecken und zu verarbeiten. Ziel ist, Verstrickungen zu lösen und sich von familiär übernommenen Lasten freizumachen. Wo gesunde Ablösung geschieht, gelingt auch die Paarbeziehung besser.
Im Erstgespräch haben Sie die Möglichkeit herauszufinden, ob Sie sich vorstellen können, einen gemeinsamen Weg mit mir zu gehen.
Die ersten Sitzungen dienen dazu, Verständnis und Klarheit über sich selbst und seine Situation finden. Der Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung als tragendes Element für eine Therapie nimmt hierbei einen wichtigen Stellenwert ein.
Im weiteren Verlauf geht es darum, die Fähigkeiten und Kräfte ins Licht zu stellen. Nicht »Was fehlt Dir?«, steht der Mittelpunkt der Therapie sondern: »Was an Wunderbarem trägst Du in Dir?« Innere Kraftquellen werden so erschlossen. Eine neue Sichtweise tut sich auf, aus der heraus neue Schritte und Lösungen gefunden werden können.
Körperorientierte Verfahren unterstützen Sie dabei, bei sich anzukommen, damit Sie Halt und Sicherheit in sich selbst finden.
Werkzeuge und Hausaufgaben ermöglichen Ihnen, das Erfahrene zu vertiefen und in den Alltag zu integrieren
Die Dauer der Therapie richtet sich nach dem Anliegen und ist individuell abgesprochen. Eine akute Krisensituation beispielsweise benötigt zur Bewältigung wenige Termine in einem relativ kurzen Abstand (1-2 mal wöchentlich).
Geht es um professionelle Unterstützung bei Lebensübergängen, psychologischen Prozessen, Potentialentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung, so ist eine längerfristige Begleitung mit erst kürzer dann größeren Abständen (ca. 4 Wochen) zu empfehlen