Sexualität ist nur ein Aspekt des freudvollen, sinnlichen und kreativen Ausdrucks unserer Lebensenergie und unseres Bedürfnisses, die Welt zu erfahren und zu berühren.
Sexuelle Funktionsstörungen und Probleme belasten oft tief und wirken in hohem Maße auf das Selbstwertgefühl ein, sowie auf die Identität als Frau bzw. Mann.
Was vielen nicht bewusst ist: In der gelebten Sexualität spiegeln sich tief liegende und unbewusste Motive, Vorstellungen und Konflikte wieder, d.h: Das sexuelle Verhalten ist Ausdruck der Gesamtpersönlichkeit des Menschen.
Anders herum betrachtet bedeutet dies: Eine sexuelle Störung ist kein Versagen, sondern Ausdruck einer vielschichtigen Dynamik. Ist man bereit diese anzuschauen, so können die daraus resultierenden Verhaltensmuster aufgelöst werden.
Genau darum geht es in der hier vorgestellten Sexualtherapie.
Ziel ist, der Dynamik auf den Grund zu gehen, die den freien Libido-Fluss behindern.
Dazu werden vier Ebenen betrachtet, die das sexuelle Erleben und Verhalten beeinflussen:
Bewusstwerdung der Glaubenssätze und inneren Einstellungen, die den freien Fluss der Sexualität stören oder behindern. Dazu gehören
Verbote, Gebote, Ideologien und Überzeugungen, welche die Bewertung des sexuellen Erlebens und Handelns prägen.
Erkennen früher Erfahrungen und Einflüsse, welche das Erleben von Sexualität maßgeblich beeinflusst haben. Ziel ist, dysfunktionale Verhaltensmuster wie sexuelle Zwänge, Ängste und Abhängigkeiten zu überwinden, um neue Verhaltensformen zu entwickeln.
Vertiefung der sexuellen Identität als Mann/als Frau. Die Verankerung im eigenen Geschlecht ist die wesentliche Basis für sexuelle Selbstsicherheit. Auch die Fähigkeit, Lust in hoher Intensität zu genießen, ist auf dieser Basis gegründet.
Als vierte mögliche Ebene wären (unbewusste) Spannungen und Schwierigkeiten in der Paarbeziehung zu nennen. Siehe hierzu »Paarbezogene Sexualtherapie«. Hierbei wird untersucht, ob die Ursache sexueller Störungen Beziehungsprobleme sein könnten. Das sexuelle »Versagen« wäre demzufolge nach ein Symptom nicht gesehener oder nicht anerkannter innerer Wahrheiten. Es dient als Botschaft und Aufruf hinzuschauen. .
In einem achtsamen Prozess begleite ich Sie durch die Geschichte Ihrer psychosexuellen Entwicklung hindurch zu neuen sinnlichen Erlebnismöglichkeiten. Die Intensivierung des Körperbewusstseins spielt dabei eine zentrale Rolle.
Zentrale Lernfelder der Sexualtherapie sind daher:
Sexuelle Unlust/ mangelndes sexuelles Begehren
Missempfindungen, Gefühllosigkeit
Orgasmusprobleme
Vaginismus / Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Sexualabwehr nach Missbrauchserfahrung
Verunsicherung, Scham oder sexuelle Verwirrung
Sexuelle Selbstbestimmung und emotionale Lebendigkeit
(Sie auch hierzu »Sexualtherapie für Frauen« oder auch die »Schoßraum Aufstellung«)
Potenzstörung / Erektionsprobleme / Impotenz
Ejakulationsstörungen (vorzeitiger, ausbleibender oder verspäteter Samenerguss)
Lustlosigkeit/ mangelndes sexuelles Begehren
Versagensängste, Verunsicherung oder Scham
Sexsucht, Pornosucht, Sexuelles Zwangsverhalten, sexuelle Zwangsphantasien
emotional belastende Regungen, Gewaltphantasien, Gewalterfahrungen
(Sie auch hierzu »Sexualtherapie für Männer«)
Die Taktung und die Anzahl der Sitzungen ist von vielen Faktoren abhängig. Nach der ersten Sitzung bekommen Sie eine Einschätzung über die voraussichtliche Dauer, den Umfang und eine Empfehlung zum Rhythmus der Therapie.
Informationen zum Honorar für eine Sitzung finden Sie hier.